Chronik

Ahnenforschung

 

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                      Steinhagen i/W

                    Ein Buch fuer Familienforscher

 

                            Willkommen auf meiner Website!

                                    
                                      Wappen der Sippe Juergensmann

 

Diese Homepage gibt einen Einblick in die "Chronik" des Erbhofes meiner Vorfahren. Sie spielt in Steinhagen / Westfalen in der ehemaligen Grafschaft Ravensberg von den ersten Aufzeichnungen 1556 bis heute. Die Site informiert Besucher ueber die vorhandene staatlichen und kirchlichen Dokumente im ehemaligen Kirchspiel Steinhagen, anhand derer andere Familienforscher relativ einfach der eigenen Geschichte bis ins 16. Jahrhundert nachgehen koennen. 

Das staatliche (Bauerschaft) bzw. das kirchliche (Kirchspiel) Verwaltungsgebiet hat sich in fast 500 Jahren nur marginal veraendert. So ist die Katasterkarte von 1822 als repraesentativ anzusehen fuer ein halbes Jahrtausend.

                       Schluckebier-Karte 1822 

Das erste Kataster von den Besitztuemern des Grafen von Ravensberg wurde erst 1556 fertiggestellt. Die von Herzog Johann III. erteilte Weisung, alle 20 Jahre dieses Kataster den jeweils entstandenen Aenderungen anzupassen, wurde bis in die Neuzeit befolgt! Diesem Umstand verdanken es die Familienforscher, daß in dieser Region schriftliche Ueberlieferungen ueber das Wohl und Wehe der "staatstragenden" Bauernstaetten lueckenlos vorhanden sind (siehe HomePage Ravensberg). Aus dieser Zeit stammt das typische, ostwestfaelische Bauernhaus, das anhand eines außergewoehnlich detaillierten Inventarverzeichnisses aus 1837 maßstaeblich rekonstruiert werden konnte. Funktion, Bauweise und Nutzung des Hofgebaeudes werden anschaulich beschrieben.

                        Hofgebaeude 1546

Die staatlichen Aufzeichnungen wurden zur Festlegung der Steuern fuer jeden Hof herangezogen. Sie sind lesbar  abgebildet worden und liegen transkribiert vor. Sie koennen als Beispiel fuer andere Hofstaetten genutzt werden zur Entzifferung der  Handschriften (Schreibweise, Inhalte)  sowie ueber die oft kaum nachvollziehbaren Tabellenueberschriften und die alten Maßeinheiten. Damit steht eine wesentlich Erleichterung der Dokumentenrecherche und -auswertung fuer den gesamten Zeitraum nicht nur fuer Steinhagen zur Verfuegung (vgl. Homepage Ravensberg). 

                          Quellen 1680

Die Chronik ist meines Wissens die erste, in der eine Familiengeschichte in das Zeitgeschehen eingebunden ist. Alle historischen Meilensteine in Politik, Technik, Wissenschaft, Kultur und Kunst sind in Bild und Text fuer eine anschauliche Zeitreise aufgenommen worden. Damit kann das Zeit- und Lebensgefuehl lebendig Revue passieren. Die einzelnen Abschnitte umfassen den Zeitraum einer Besitzergeneration. Dieser wird uebersichtlich anhand einer Zeitachse dargestellt, die auf der linken Seite die geschichtlichen Entwicklungen und auf der rechten Seite die Ereignisse auf dem Hof als Inhaltsverzeichnis des folgenden Abschnittes wiedergibt. 

                        Christoffer 1617

Neben der knappen Erwaehnung des Zeitgeschehens wird die Entwicklung der Grafschaft Ravensberg zur Verwaltungseinheit Minden-Ravensberg hin zum Deutschen Reich sowie das Leben in der Gemeinde Steinhagen ausfuehrlich beschrieben. Diese Entwicklung hatte maßgeblichen Einfluß auf das Wohl und Wehe der Hofstaetten und ihrer Bewohner nicht nur in Steinhagen. Anhand der vorgelegten Dokumente konnte der Werdegang in Verwaltung, Beurkundung (Tabellen, Karten) und der Beamtenschaft bis heute aufgezeigt werden.

                        Ravensberg

Sehr ausfuehrlich wird auf die Entfaltung des Protestantismus seit Luthers Reformation und auf das tief religioese laendliche Leben in der Kirchengemeinde Steinhagen eingegangen. Neben der Erwaehnung aller Seelsorger findet man Ausfuehrungen zum Gotteshaus, ueber den Gottesdienst und die kirchliche Erziehung in Schule und Konfirmandenunterricht. Die allgemeinen Bemerkungen der Pfarrer in den Kirchenbuechern sind ebenso uebernommen wie die Bedeutung der Sakramente fuer die Gemeindemitglieder.

                        Kirchenbuch 1663

Die ueberlieferten Protokolle der Markenteilungen der so genannten Meisenheide und Großen Steinhaeger Heide, die den Hoefen Ende des 18. Jahrhunderts bis dahin ungeahnte Heide- und Moorflaechen aus dem Staatsbesitz Friedrichs des Großen abgabefrei bescherten, sind ungekuerzt aufgenommen worden. Darin finden sich alle Hofstaetten des Kirchspiels Steinhagen, die eine Zuteilung erhielten. Auch wird eine bis heute nicht veroeffentlichte "Charte" von 1775 zur Aufteilung der Meisenheide im DIN A4-Format abgebildet.

                        Heideteilung 1780

Schließlich wird auf ein sehr umfangreiches Glossar aufmerksam gemacht. In diesem Woerterverzeichnis sind u.a. alle verwendeten Begriffe (behoerdliche, kirchliche, juristische, lateinische, franzoesische, plattdeutsche), Abkuerzungen und Maße erklaert, die in den staatlichen Dokumenten und in den Kirchenbuechern verwendet wurden. Allein dieses Verzeichnis erspart die Anschaffung vieler genealogischen Woerterbuecher und das Raetseln ueber die Bedeutung mancher dort zu findenden Begriffserklaerungen.

                        Glossar

Das Buch umfaßt 320 großformatige Seiten und ist mit ueber 500 farbigen Abbildungen illustriert. Ahnenforscher, die der Geschichte ihrer Ahnen in der Gegend um Bielefeld nachgehen, werden eine Fuelle von genealogischen Hinweisen, geschichtlichen Hintergruenden, Vorlagen zu Transkriptionen sowie Anregungen zur Struktur und zum Layout einer eigenen Familiengeschichte finden. Interessenten vor Ort koennen das Buch beim Haller Kreisblatt, das eine Rezension am 18.10.2003 veroeffentlicht hat, in der Gutenbergstraße 2 einsehen und kaufen. 

 

 

 

 

Haller Kreisblatt v. 16.12.05:

 

Westfalenblatt Bielefeld v. 24.12.05: